Ziel und Vorgehen

Projektziel

Ziel des Projektes ist die nachhaltige Verbesserung des Arbeitsschutzes und des Ressourcenmanagements der Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer in den Entleihbetrieben. Die Forschungspartner entwickeln und erproben in und mit Modellbetrieben Werkzeuge und Bausteine, die die Arbeits- und Gesundheits(schutz)situation der Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer nachhaltig fördern und unterstützen.

Vorgehen

Das Projekt gliedert sich entsprechend der beiden Sektoren Produktion und Dienstleistung in zwei Teilprojekte. In das Teilprojekt Produktion werden Betriebe der Maschinenbau-, Metallverarbeitungs-, Nahrungs- und Genussmittel- sowie Chemiebranche hinzugezogen. Im Teilprojekt Dienstleistung wird auf drei Bereiche abgezielt: soziale (z. B. Pflege), konsumbezogene (z. B. Warenhaus) und distributive (z. B. Paketdienst) Dienstleistungen.

In beiden Teilprojekten werden Entwicklungs- und Erprobungsbetriebe einbezogen. Zunächst erfolgt in 14 Entwicklungsbetrieben eine aktuelle Bestandsaufnahme der gängigen Praxis. Auf deren Grundlage werden zahlreiche Tools und Gestaltungsbausteine entwickelt und erprobt, die alle Akteursgruppen vor Ort dazu befähigen sollen, den Arbeits- und Gesundheitsschutz zu sichern.

Die Erprobung der in den Entwicklungsbetrieben erarbeiteten Tools findet im Laufe des zweiten Projektlaufjahres in entsprechenden Erprobungsbetrieben statt. Jeder Branche werden zwei Entwicklungsbetriebe und zwei Erprobungsbetriebe zugeordnet.

Für die Übertragbarkeit und die Nachhaltigkeit der Projektergebnisse ist der multilaterale Transfer ein wichtiger Bestandteil des Projektes. Durch das Einbeziehen strategischer Transferpartner, wie Berufsgenossenschaften, Gewerkschaften, Berufsverbände u.a. Multiplikatoren, werden die Ergebnisse des Projektes weiter vermittelt und der Wissenstransfer zum Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz bei der Leiharbeit positiv beeinflusst.

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Um die Entwicklungs- und Umsetzungsaktivitäten in den Modellbetrieben/ Branchen/ Sektoren der Entleihunternehmen aus Sicht der Zeitarbeitsfirmen laufend zu bewerten und zu kommentieren, sind vom GRAziL-Verbund zwei Referenzbetriebe “Firms of Excellence” der Zeitarbeitsbranche ausgewählt worden. Für das Teilprojekt Dienstleistung gibt die Permento Personal-Lösungen GmbH, Augsburg und für das Teilprojekt Produktion gibt die start GmbH Duisburg Rat und Feedback.

Die START Zeitarbeit NRW GmbH wurde im Jahr 2008 gleich mehrfach für ihr besonderes Engagement in der betrieblichen Gesundheitsförderung ausgezeichnet:

  • Die Kampagne “Move Europe” (www.move-europe.de) verlieh dem Unternehmen für seine umfassende Gesundheitsförderung interner und externer Mitarbeiter zum wiederholten Mal das Zertifikat “Move Europe-Partner Excellence”.
    Details siehe http://www.move-europe.de/index.php?id=236
  • Außerdem erhielt START von “New Deals” (www.newdeals.de) das “Dortmunder Personalmanagement Prädikat 2008″ für die Einführung von Gesundheitsfördergesprächen in der Zeitarbeit.

Die Evaluation der Projektaktivitäten wird kontinuierlich vom Internationalen Institut für Empirische Sozialforschung (inifes, Stadtbergen) durchgeführt. Das Institut ermittelt in einer ersten Bestandsaufnahme die Arbeitsbedingungen der Leiharbeitskräfte und der kooperierenden Beschäftigten. Des Weiteren werden Gespräche mit betrieblichen Experten, wie z.B. Betriebsräte, Führungskräfte oder Betriebsärzte, zur Bestandsaufnahme und Festlegung von Entwicklungszielen bezüglich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes geführt. Um die Wirkung der entwickelten Maßnahmen zu überprüfen, werden in einer zweiten Bestandsaufnahme die Arbeitsbedingungen der Leiharbeitskräfte und der kooperierenden Beschäftigten erneut analysiert. Auch hierzu werden Gespräche mit den betrieblichen Experten zur Beurteilung des Fortschritts geführt sowie Änderungsvorschläge diskutiert.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 16. August, 2013